Förderungen & Gesetze BAFA-Förderung für Klimaanlagen: Warum A++ nicht gleich A++ ist

BAFA-Förderung für Klimaanlagen: Warum A++ nicht gleich A++ ist

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Viele Hausbesitzer wissen inzwischen, dass Split-Klimaanlagen als Luft-Luft-Wärmepumpen staatlich gefördert werden können (bis zu 35% Zuschuss sind möglich). Doch Vorsicht: Ein einfaches Energielabel auf dem Karton reicht für die Bewilligung oft nicht aus. Wir erklären die technische Feinheit, an der viele Anträge scheitern.

Die entscheidende Hürde: Der SCOP im Heizbetrieb Für die BAFA-Förderung ist nicht die Kühlleistung entscheidend, sondern die Effizienz beim Heizen. Die Anlage muss zwingend die Energieeffizienzklasse A++ im Heizbetrieb erreichen. Viele Geräte, die im Kühlen exzellent sind (A+++), schaffen im Heizmodus nur ein A+. Damit entfällt die Förderfähigkeit komplett.

System-Label vs. Einzelgerät: Der Labelgenerator Ein weiterer Fallstrick bei Multisplit-Anlagen: Es reicht nicht, wenn das Außengerät theoretisch effizient ist.

  • Die Gesamtanlage zählt: Die Kombination aus Außengerät und den spezifischen Innengeräten muss gemeinsam bewertet werden.
  • Der Nachweis: Hierfür stellen Hersteller (wie Mitsubishi, Daikin etc.) sogenannte Labelgeneratoren zur Verfügung. Nur wenn Sie dort Ihre geplante Kombination eingeben und ein System-Label mit A++ (Heizen) erhalten, sind Sie auf der sicheren Seite.

Unser Profi-Tipp: Verlassen Sie sich nicht auf Pauschalaussagen. Nutzen Sie die Datenblätter auf klimaprofis.com, um die SCOP-Werte zu prüfen, und lassen Sie sich bei komplexen Multisplit-Kombinationen beraten. Eine genaue Planung vor dem Kauf sichert Ihnen tausende Euro Zuschuss.