Wartung & Effizienz Der unsichtbare Stromfresser: Was bei mangelndem Luftdurchsatz physikalisch passiert

Der unsichtbare Stromfresser: Was bei mangelndem Luftdurchsatz physikalisch passiert

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„Filter reinigen“ klingt nach Hygiene, ist aber primär eine Frage der Energieeffizienz. Um zu verstehen, warum eine ungewartete Anlage die Betriebskosten um bis zu 30% steigern kann, lohnt ein Blick auf die Thermodynamik Ihres Geräts von klimaprofis.com.

Das Problem: Der Verdampfungsdruck Eine Klimaanlage benötigt einen freien Luftstrom über den Wärmetauscher (Verdampfer), um Kälte (oder Wärme) an den Raum abzugeben. Ist der Filter durch Staub „zugesetzt“, sinkt das umgewälzte Luftvolumen drastisch.

  • Die Folge: Das Kältemittel kann die Energie nicht schnell genug abgeben/aufnehmen. Die Sensoren der Inverter-Steuerung registrieren, dass die Zieltemperatur nicht erreicht wird.
  • Die Reaktion: Der Kompressor erhöht die Drehzahl, um den Mangel auszugleichen. Er arbeitet gegen einen künstlich erhöhten Widerstand. Das System läuft permanent unter Volllast, statt effizient im Teillastbereich zu modulieren.

Wann ist es zu spät? Moderne Geräte signalisieren oft per LED den Reinigungsbedarf. Doch warten Sie nicht darauf. Wenn Sie bemerken, dass der Luftstrom hörbar „gepresster“ klingt oder die Anlage länger braucht, um den Raum um 1 Grad zu kühlen, ist der optimale Wirkungsgrad bereits verloren. Ein sauberer Filter ist die einfachste und effektivste Stromsparmaßnahme.